Pflegetheorien



 
Modelle und Theorien der Pflege – wer hat in seiner Pflegeausbildung keine von ihnen kennen gelernt? Zumindest die Namen herausragender Pflegetheoretikerinnen oder ihrer Theorien wie

  • Nancy Roper, Winifred W. Logan, Alison J. Tierney (Modell des Lebens),
  • Dorothea E. Orem (Selbstpflege-Defizit-Theorie) oder
  • Hildegard Peplau (Pflege als interpersonaler Beziehungsprozess)

und einige andere mehr sind den meisten Berufsangehörigen schon einmal begegnet.

Zur Bedeutung aus heutiger Sicht

Der Beitrag derartiger Pflegetheorien (so genannter grand theories) zur Unterstützung und Entwicklung der Pflege wird heute eher kritisch gesehen. Ruth Schröck vertritt dazu unter anderem folgende Thesen:

Die meisten Pflegetheorien sind ungeeignet für eine Praxisdisziplin. (169)

Die meisten Pflegetheorien dienen primär der Existenzberechtigung der Pflegewissenschaft und weniger der Praxis der Pflege. (170)

Die Entwicklung universeller, umfassender Pflegetheorien hat sich als Sackgasse erwiesen. (171)

Pflegetheorien müssen Probleme lösen, die sich von der Praxis her stellen. (172)

(Schröck, Ruth: Bedeutung der Pflegetheorien für die Entwicklung der Pflegewissenschaft in Deutschland. In: Psych. Pflege 3 (1997), 167–174.)

Materialien

Hier nur ein wenig Material zum Thema:

Modelle und Theorien der Pflege (Präsentation im PDF-Format, 98 KB)

Renate Stemmer untersucht in ihrem Beitrag  die Beziehung zwischen Pflegetheorien und Pflegeklassifikationen. Dabei geht sie unter anderem auf die Kritik an allgemeinen Theorien ein und grenzt sie von Theorien mittlerer und geringerer Reichweite ab.